Diese Seite verwendet Cookies

Wenn Sie auf "Alle Cookies akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu, um die Navigation auf der Webseite zu verbessern, die Nutzung der Webseite zu analysieren und unsere Marketingaktivitäten zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.

Kotfressen beim Hund: Warum Hunde Kot aufnehmen und wann Sie handeln sollten

Hunde
Gesundheit und Vorsorge
Parasiten
Krankheit und Behandlung
Fütterung

Der Hund schnuppert kurz – und schon ist fremder Kot verschwunden. Was für Halter unangenehm ist, kommt bei Hunden durchaus vor und wird als Koprophagie bezeichnet. Bei Welpen kann Neugier dahinterstecken, bei erwachsenen Hunden können jedoch auch Gewohnheiten, mangelnde Beschäftigung oder gesundheitliche Probleme eine Rolle spielen. Zudem birgt fremder Kot ein Risiko für die Aufnahme von Parasiten und Krankheitserregern. Erfahren Sie, welche Ursachen hinter dem Kotfressen stecken können, wie Sie richtig reagieren und wann eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll ist.

Warum fressen Hunde Kot?

Das Fressen von Kot wird als Koprophagie bezeichnet. Bei Welpen kann dieses Verhalten aus Neugier entstehen, da sie ihre Umgebung intensiv mit Nase und Maul erkunden. Bei erwachsenen Hunden sind die möglichen Gründe vielfältiger. Langeweile, zu wenig Bewegung, Stress oder ein bereits erlerntes Verhalten können dazu beitragen, dass ein Hund immer wieder eigenen oder fremden Kot aufnimmt.

Können auch gesundheitliche Ursachen dahinterstecken?

In manchen Fällen kann vermehrtes Kotfressen mit einem gesundheitlichen Problem zusammenhängen. Möglich sind beispielsweise Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Parasiten oder Störungen der Verdauung und Nährstoffaufnahme. Auch Erkrankungen, die zu einem ungewöhnlich gesteigerten Appetit führen, können eine Rolle spielen.

Bekommt Ihr Hund ein ausgewogenes Alleinfuttermittel, ist sein Nährstoffbedarf normalerweise ausreichend gedeckt. Zusätzliche Vitamine oder Mineralstoffe sollten deshalb nicht vorsorglich gegeben werden, ohne zuvor die Ursache des Verhaltens zu klären.

Warum kann Kotfressen problematisch sein?

Auch wenn hinter dem Verhalten keine Erkrankung steckt, sollte Ihr Hund möglichst keinen fremden Kot aufnehmen. Über mit Kot verunreinigte Umgebungen können Hunde mit verschiedenen Parasitenstadien in Kontakt kommen. So werden beispielsweise Eier bestimmter Rundwürmer über den Kot ausgeschieden und können nach ihrer Entwicklung in der Umgebung infektiös werden.

Achten Sie besonders darauf, wenn Ihr Hund zusätzlich folgende Veränderungen zeigt:

  • wiederkehrenden Durchfall oder Erbrechen
  • Gewichtsverlust trotz normalem oder gesteigertem Appetit
  • ungewöhnlich starken Hunger
  • Veränderungen des Kots
  • Müdigkeit oder einen veränderten Allgemeinzustand

Wie können Sie das Kotfressen verhindern?

Wichtig ist zunächst, dass Ihr Hund möglichst wenig Gelegenheit bekommt, das Verhalten immer wieder zu zeigen. Kot im eigenen Garten sollte zeitnah entfernt werden. Beim Spaziergang hilft es, den Hund aufmerksam zu beobachten und ihn frühzeitig abzurufen, bevor er etwas aufnehmen kann.

Ein zuverlässiges Signal wie „Aus“ oder „Lass es“ kann zusätzlich helfen. Richtiges Verhalten sollte positiv belohnt werden. Strafen oder hektisches Hinterherlaufen sind dagegen meist wenig sinnvoll. Auch ausreichende Bewegung, Beschäftigung und gemeinsame Aktivitäten können helfen, wenn Langeweile oder mangelnde Auslastung eine Rolle spielen.

Wann ist eine Untersuchung beim Tierarzt sinnvoll?

Wenn ein erwachsener Hund plötzlich beginnt, regelmäßig Kot zu fressen, oder sich das Verhalten deutlich verstärkt, ist eine tierärztliche Abklärung empfehlenswert. Besonders wichtig ist sie, wenn gleichzeitig Verdauungsprobleme, Gewichtsverlust, gesteigerter Appetit oder andere Auffälligkeiten auftreten.

Je nach Situation können eine allgemeine Untersuchung und eine Untersuchung des Kots auf Parasiten sinnvoll sein. Parasiteninfektionen können auch ohne deutliche Symptome bestehen, weshalb regelmäßige Kotkontrollen abhängig von Alter, Haltung und individuellem Risiko empfohlen werden.

Unser Fazit: Kotfressen nicht einfach als Marotte abtun

Kotfressen kann bei Hunden eine unangenehme Gewohnheit sein, aber auch Hinweise auf gesundheitliche oder verhaltensbedingte Ursachen geben. Besonders wenn das Verhalten neu auftritt oder von weiteren Beschwerden begleitet wird, sollte es nicht einfach ignoriert werden.

Ihr Hund frisst regelmäßig Kot oder zeigt zusätzlich Veränderungen bei Verdauung, Appetit oder Gewicht? Vereinbaren Sie einen Termin in der Tierarztpraxis Westeremstek. Gemeinsam können mögliche gesundheitliche Ursachen abgeklärt und passende Maßnahmen besprochen werden.

Weitere Blogartikel

Kleintiere

Heimtiere im Winter: So bleiben Ihre Kaninchen und Meerschweinchen gesund

Wenn es draußen kälter wird, stellen sich viele Tierhalter die Frage, wie sie ihre Kaninchen und Meerschweinchen sicher durch den Winter bringen können. Gerade Tiere, die das ganze Jahr über im Freien leben, sind an kühlere Temperaturen gewöhnt und entwickeln ein dichtes Winterfell. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte, die für eine artgerechte und sichere Außenhaltung während der kalten Monate beachtet werden sollten.

Mehr lesen →
Kleintiere

Tierkrankenversicherung für Haustiere: Ein umfassender Leitfaden

Haustiere sind für viele Menschen treue Begleiter und Familienmitglieder. Ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden haben daher höchste Priorität. Genau wie Menschen können auch Tiere krank werden oder sich verletzen, und die Kosten für tierärztliche Behandlungen können schnell in die Höhe schießen. Eine Tierkrankenversicherung bietet hier eine wertvolle Absicherung. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über Tierkrankenversicherungen für Haustiere wissen müssen.

Mehr lesen →
Kleintiere

Lebenswichtig: Verfütterung von Gemüse mit Vitamin C

Alle Freunde von Meerschweinchen, die Ihrem Tier gerne Obst und Gemüse anbieten, liegen genau richtig. Das Schnibbeln lohnt sich: Viel Gemüse verhindert Vitamin-C-Mangel! Weshalb das Vitamin C so lebenswichtig ist, zeigt die Auflistung einiger seiner Funktionen: Es regt die Drüsen des Verdauungstraktes an, schützt die Blutgefäße, aktiviert den Zellstoffwechsel und stärkt das Immunsystem.

Mehr lesen →
Kleintiere

Ekzeme beim Hund – Fellwechsel im Frühjahr

Im Frühjahr steht bei vielen Hunden der Fellwechsel an. In dieser Zeit ist das Bürsten äußerst wichtig, damit die Durchblutung der Haut gefördert wird. Auf diese Weise unterstützt der Tierhalter das Haarwachstum und vor allem die Haarregeneration.

Mehr lesen →
Katze hebt die Pfote Tierarztpraxis Westeremstek

Termin vereinbaren

Schnell und unkompliziert zum Behandlungstermin für Ihr Tier.

Jetzt Termin vereinbaren
Link arrow