Während Maulkörbe in bestimmten Situationen notwendig und nützlich sein können, bergen sie auch Risiken, insbesondere bei warmem Wetter.

Es gibt Situationen und Orte, wo der Hund einen Maulkorb tragen muss – so in öffentlichen Verkehrsmitteln oder aufgrund der Zugehörigkeit zu einer gelisteten Rasse oder zum Teil im Ausland bei einem Urlaubsaufenthalt. Auch für aggressive und mit Artgenossen unverträgliche Hunde ist der Maulkorb eine Option, um dem Tier Freilauf zu verschaffen.
Das Tragen eines Maulkorbes behindert und beeinträchtigt den Hund in der Regel auch nicht sonderlich, wenn er rechtzeitig daran gewöhnt wurde. Doch Achtung: Auf den richtigen Maulkorb kommt es an, denn diesbezüglich können Hundebesitzer viel falsch machen!
Hunde laufen zuweilen im Alltag mit Schlaufenmaulkörben herum. Diese trichterförmigen Maulkörbe aus Nylon sind jedoch nur für den kurzen Einsatz in der Tierarztpraxis gedacht. Sie umschließen das Maul sehr eng und sollen den Hund während der Behandlung am Beißen hindern. Und genau das stellt bei längerer Tragedauer ein gesundheitliches Risiko dar: Der Hund kann sein Maul nicht öffnen und damit nicht Hecheln, was zur Überhitzung des Tieres führt.
Besonders im Sommer kann das Tragen einer solchen Maulschlaufe also lebensgefährlich für das Tier werden. Hunde haben – außer unter den Pfotenballen – keine Schweißdrüsen, sie senken ihre Körpertemperatur durch das Hecheln. Dabei wird kühle Luft durch die Nase eingesaugt und warme Luft durch das Maul wieder abgeatmet. Beim Ausatmen der Feuchtigkeit entsteht Verdunstungskälte, die es dem Körper ermöglicht, seine Temperatur zu senken.
Doch leider werden Hundebesitzer beim Kauf oft schlecht beraten oder entscheiden sich aufgrund des geringeren Preises für einen Nylontrichter. Auch empfehlen einige Internetforen diese ungeeigneten Maulkörbe leider nach wie vor als „für den Hund sehr angenehm“. Dabei ist es gerade wichtig, einen Maulkorb – vor allem, wenn er oft getragen werden muss – gut an die Hundeschnauze anzupassen: Ein Maulkorb muss gut sitzen, sollte nicht zu kurz oder lang sein, darf nicht drücken oder zu locker sitzen. Idealerweise ist er dort, wo er dem Nasenrücken aufliegt, gepolstert und das Material ist insgesamt leicht – egal ob Metall, Plastik oder Leder.
Maulkörbe mit Nylonschlaufe sind eine weitverbreitete Wahl für viele Hundebesitzer. Sie sind leicht, einfach zu reinigen und oft kostengünstig. Allerdings können sie bei heißen Temperaturen zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Hier sind einige der Hauptgefahren:
Es ist wichtig, die Anzeichen einer Überhitzung bei Ihrem Hund zu erkennen, um rechtzeitig reagieren zu können. Achten Sie auf folgende Symptome:
Sollten Sie eines dieser Symptome bemerken, entfernen Sie sofort den Maulkorb und suchen Sie einen kühlen, schattigen Ort auf. Geben Sie Ihrem Hund Wasser und kontaktieren Sie umgehend einen Tierarzt.
Maulkörbe können in bestimmten Situationen notwendig sein, etwa beim Tierarztbesuch oder bei Verhaltensproblemen. Hier sind einige Tipps, wie Sie sie sicher verwenden können:
Die Sicherheit und das Wohlbefinden Ihres Hundes sollten immer an erster Stelle stehen. Während Maulkörbe in bestimmten Situationen notwendig sind, ist es wichtig, die richtige Wahl zu treffen und die Risiken zu minimieren. Vermeiden Sie Maulkörbe mit Nylonschlaufe bei warmem Wetter und achten Sie stets auf die Anzeichen von Überhitzung.
Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben oder eine Beratung benötigen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Unser Team steht Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Ihnen und Ihrem vierbeinigen Freund zu helfen.
Bleiben Sie und Ihre Hunde sicher und gesund!
Ihr Team der Tierärztlichen Gemeinschaftspraxis Westeremstek
Quelle: Tierpunkt

Der Hund schnuppert kurz – und schon ist fremder Kot verschwunden. Was für Halter unangenehm ist, kommt bei Hunden durchaus vor und wird als Koprophagie bezeichnet. Bei Welpen kann Neugier dahinterstecken, bei erwachsenen Hunden können jedoch auch Gewohnheiten, mangelnde Beschäftigung oder gesundheitliche Probleme eine Rolle spielen. Zudem birgt fremder Kot ein Risiko für die Aufnahme von Parasiten und Krankheitserregern. Erfahren Sie, welche Ursachen hinter dem Kotfressen stecken können, wie Sie richtig reagieren und wann eine tierärztliche Untersuchung sinnvoll ist.
Mehr lesen →
Sommerzeit ist Grillzeit – und viele Hunde hoffen auf ein Stück Fleisch oder einen Knochen vom Tisch. Doch gerade Grillreste können für Vierbeiner schnell gefährlich werden. Gegarte Knochen können splittern, fettige Speisen Magen-Darm-Probleme auslösen und Marinaden Zutaten enthalten, die für Hunde unverträglich oder sogar giftig sind. Auch Maiskolben und Grillspieße können zum ernsten Notfall werden. Erfahren Sie, welche Lebensmittel beim Grillen tabu sind, welche Warnzeichen Sie nach dem Fressen beachten sollten und wann Ihr Hund tierärztliche Hilfe benötigt.
Mehr lesen →
Wellensittiche, Nymphensittiche, Kanarienvögel und Co zählen zu den beliebtesten Heimtieren in Deutschland. Mit ihrem lebhaften Wesen und den fröhlichen Gesängen bereichern sie viele Haushalte – sind aber leider auch sehr anfällig für Krankheiten, die oft lange unentdeckt bleiben. Gerade bei Vögeln gilt: Wer früh erkennt, wenn etwas nicht stimmt, kann Leben retten.
Mehr lesen →
Das Verhalten Ihres Rüden bereitet Ihnen Sorgen? Vielleicht zeigt Ihr Hund verstärkt Dominanzverhalten, neigt zu Streitereien mit anderen Rüden oder ist durch läufige Hündinnen kaum noch ansprechbar. In solchen Fällen wird oft über eine Kastration nachgedacht. Doch eine operative Kastration ist nicht immer der beste oder einzig sinnvolle Schritt. Eine sogenannte chemische Kastration kann eine Möglichkeit sein, das Verhalten Ihres Rüden zeitweise zu verändern, ohne irreversible Maßnahmen zu ergreifen. Doch was genau steckt dahinter?
Mehr lesen →
Schnell und unkompliziert zum Behandlungstermin für Ihr Tier.
Jetzt Termin vereinbaren