Diese Seite verwendet Cookies

Wenn Sie auf "Alle Cookies akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu, um die Navigation auf der Webseite zu verbessern, die Nutzung der Webseite zu analysieren und unsere Marketingaktivitäten zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.

Besonderheiten bei einer OP am Heimtier – Was Sie wissen sollten

Operationen sind immer ein sensibles Thema, besonders wenn es um Kleinsäuger wie Kaninchen und Nagetiere wie Meerschweinchen, Hamster oder andere Kleintiere geht. Diese Tiere stellen Tierärzte vor spezielle Herausforderungen, da ihre Physiologie und ihre Anatomie sich deutlich von Hunden und Katzen unterscheiden. Doch mit der richtigen Vorbereitung und Betreuung können auch Eingriffe bei Nagetieren sicher durchgeführt werden. In diesem Beitrag erfahren Sie, was eine OP bei Nagetieren so besonders macht, wie Sie Ihr Tier bestmöglich darauf vorbereiten und welche Nachsorge wichtig ist.

Warum sind Operationen bei Kleinsäugern besonders?

Kleinsäuger und Nagetiere unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von größeren Haustieren:

  1. Empfindlicher Stoffwechsel: Die Tierehaben einen sehr schnellen Stoffwechsel, was bedeutet, dass sie schneller auskühlen oder dehydrieren können. Eine präzise Überwachung während und nach der OP ist daher besonders wichtig.
  2. Empfindlichkeit gegenüber Narkosemitteln: Die Dosierung von Narkosemitteln muss exakt auf das geringe Körpergewicht abgestimmt sein, da bereits kleine Abweichungen zu Komplikationen führen können und sie hierin sehr empfindlich sind.
  3. Stressanfälligkeit: Heimtiere sind deutlich anfälliger für Stress, was vor, während und nach der OP berücksichtigt werden muss.
  4. Anatomische Unterschiede: Die kleinen und oft schwer zugänglichen Organe machen chirurgische Eingriffe technisch anspruchsvoller.

Wie bereiten Sie Ihr Tier auf eine OP vor?

  1. Nüchternheit: Anders als bei Hunden und Katzen sollten Kaninchen und Meerschweinchen vor der OP NICHT nüchtern bleiben. Ihr Verdauungstrakt ist darauf angewiesen, ständig in Bewegung zu sein. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Tierarzt.
  2. Transport: Der Weg zur Praxis sollte möglichst stressfrei gestaltet werden. Nutzen Sie eine gut gepolsterte Transportbox und decken Sie diese ab, um Ihr Tier vor äußeren Reizen zu schützen.
  3. Allgemeinzustand: Informieren Sie Ihren Tierarzt über alle relevanten Details zur Gesundheit Ihres Tieres, z. B. vorherige Krankheiten, Fressgewohnheiten oder Verhaltensänderungen.

Was passiert während der Operation?

In unserer Tierarztpraxis legen wir besonderen Wert auf eine sichere und stressfreie Behandlung:

  • Sorgfältige Narkoseüberwachung: Kaninchen, Meerschweinchen und co. werden mit speziell abgestimmten Narkosemitteln behandelt. Während der OP wird die Herz- und Atemfunktion kontinuierlich überwacht.
  • Wärmezufuhr: Um ein Auskühlen zu verhindern, liegt Ihr Tier während des Eingriffs auf einer beheizten Unterlage.
  • Präzise Chirurgie: Unsere Tierärzte verfügen über das nötige Fachwissen und Equipment, um auch anspruchsvolle Eingriffe an kleinen Heimtieren durchzuführen.

Die Nachsorge: Was ist besonders wichtig?

  1. Wärme und Ruhe: Nach der OP ist es wichtig, dass Ihr Tier in einer warmen, ruhigen Umgebung aufwachen kann. Unsere Praxis bietet spezielle Aufwachstationen, die optimal auf die Bedürfnisse von Kleinsäugern und Nagetieren abgestimmt sind.
  2. Fütterung: Heimtiere sollten so schnell wie möglich nach der OP wieder zu fressen beginnen, um Verdauungsstörungen zu vermeiden. Wir überwachen diesen Prozess in der Praxis und beraten Sie, welche Nahrung geeignet ist.
  3. Kontrolle der Wundheilung: Überprüfen Sie regelmäßig die Operationswunde auf Rötungen, Schwellungen oder andere Auffälligkeiten. Sollte etwas ungewöhnlich erscheinen, melden Sie sich umgehend bei uns.
  4. Medikamentengabe: Falls nötig, erhalten Sie von uns einen genauen Plan zur Verabreichung von Schmerzmitteln oder Antibiotika.

Häufige Eingriffe bei Kleinsäugern und Nagetieren

Typische Operationen bei Heimtieren umfassen:

  • Kastrationen
  • Entfernung von Tumoren oder Abszessen
  • Zahnsanierungen (besonders bei Kaninchen und Meerschweinchen)
  • Versorgung von Verletzungen

Wie unterstützt die Tierarztpraxis Westeremstek Sie und Ihr Tier?

In unserer Praxis wissen wir, wie wichtig Ihr Tier für Sie ist. Daher legen wir besonderen Wert auf:

  • Individuelle Beratung: Vor jeder OP nehmen wir uns die Zeit, Sie umfassend über den Eingriff, mögliche Risiken und die Nachsorge zu informieren.
  • Erfahrenes Team: Unsere Tierärzte sind speziell geschult im Umgang mit Kleinsäugern und Nagetieren und verfügen über die nötige Erfahrung und Technik für eine sichere Behandlung.
  • Nachsorge und Betreuung: Auch nach der OP stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Ob Nachkontrollen oder Fragen zur Genesung – wir begleiten Sie und Ihr Tier auf dem gesamten Weg.

Fazit: Operationen bei Heimtieren sind mit besonderen Herausforderungen verbunden, die jedoch mit der richtigen Vorbereitung und Betreuung gemeistert werden können. Wenn Sie Fragen zu geplanten Eingriffen haben, stehen wir Ihnen in der Tierarztpraxis Westeremstek jederzeit zur Verfügung. Sprechen Sie uns an – Ihr Tier ist bei uns in den besten Händen.

Weitere Blogartikel

Kleintiere

Rüdenverhalten eindämmen – Ist eine chemisch Kastration die Lösung?

Das Verhalten Ihres Rüden bereitet Ihnen Sorgen? Vielleicht zeigt Ihr Hund verstärkt Dominanzverhalten, neigt zu Streitereien mit anderen Rüden oder ist durch läufige Hündinnen kaum noch ansprechbar. In solchen Fällen wird oft über eine Kastration nachgedacht. Doch eine operative Kastration ist nicht immer der beste oder einzig sinnvolle Schritt. Eine sogenannte chemische Kastration kann eine Möglichkeit sein, das Verhalten Ihres Rüden zeitweise zu verändern, ohne irreversible Maßnahmen zu ergreifen. Doch was genau steckt dahinter?

Mehr lesen →
Kleintiere

Nierenschwäche: Oft zu spät erkannt – So können Sie Ihr Tier schützen

Trinkt Ihr Hund oder Ihre Katze plötzlich mehr Wasser als gewöhnlich? Muss Ihr Tier häufiger zur Toilette? Diese Symptome könnten erste Anzeichen einer Niereninsuffizienz sein – einer ernsthaften Erkrankung, die leider oft zu lange unerkannt bleibt. Wird die Krankheit jedoch frühzeitig diagnostiziert, lässt sich das Fortschreiten der Schädigung meist gut aufhalten oder verlangsamen. Andernfalls kann eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz lebensbedrohlich werden.

Mehr lesen →
Kleintiere

Floh- und Zecken-Prophylaxe bei Hunden und Katzen: Warum der Schutz so wichtig ist

Flöhe und Zecken sind nicht nur lästige Blutsauger, sie können sowohl auf Menschen als auch auf Tiere gefährliche Krankheiten übertragen. Erreger sind Viren, Bakterien oder Parasiten. Besonders kritisch ist der Herbst, wenn vor allem Flöhe auf der Suche nach Wärme sind. Hunde und Katzen sollten deshalb auch in dieser Jahreszeit grundsätzlich auf Parasiten untersucht werden.

Mehr lesen →
Kleintiere

Harngries: Frühzeitig abchecken lassen – Warum Vorsorge so wichtig ist

Wenn Ihr Tier plötzlich Schwierigkeiten beim Wasserlassen hat oder sich auffällig häufig leckt, kann das auf Harngries hinweisen – eine Erkrankung, die für betroffene Tiere sehr schmerzhaft sein kann. Harngries, auch Blasengrieß genannt, ist eine Vorstufe zu Blasensteinen und kann unbehandelt ernste gesundheitliche Folgen haben. Doch mit der richtigen Vorsorge und einer frühzeitigen Diagnose lässt sich das Risiko deutlich minimieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, woran Sie Harngries erkennen, welche Tiere besonders gefährdet sind und wie Sie vorbeugen können.

Mehr lesen →
Katze hebt die Pfote Tierarztpraxis Westeremstek

Termin vereinbaren

Schnell und unkompliziert zum Behandlungstermin für Ihr Tier.

Jetzt Termin vereinbaren
Link arrow