Sommerzeit ist Grillzeit – und viele Hunde hoffen auf ein Stück Fleisch oder einen Knochen vom Tisch. Doch gerade Grillreste können für Vierbeiner schnell gefährlich werden. Gegarte Knochen können splittern, fettige Speisen Magen-Darm-Probleme auslösen und Marinaden Zutaten enthalten, die für Hunde unverträglich oder sogar giftig sind. Auch Maiskolben und Grillspieße können zum ernsten Notfall werden. Erfahren Sie, welche Lebensmittel beim Grillen tabu sind, welche Warnzeichen Sie nach dem Fressen beachten sollten und wann Ihr Hund tierärztliche Hilfe benötigt.

Der Grill ist an, das Fleisch duftet und der Hund wartet schon auf einen kleinen Happen. Doch was gut gemeint ist, kann schnell unangenehme Folgen haben. Besonders gegarte Knochen, sehr fettige Speisen, Marinaden und andere Grillreste gehören nicht in den Hundenapf.
Durch das Erhitzen können Knochen spröde werden und leichter splittern. Scharfkantige Stücke können Verletzungen im Maul, in der Speiseröhre oder im Magen-Darm-Trakt verursachen.
Größere Knochenstücke können außerdem im Verdauungstrakt stecken bleiben oder zu sehr hartem Kot führen. Besonders gegarte Geflügelknochen sollten deshalb niemals verfüttert werden.
Würstchen, Speck und fettige Fleischreste können bei Hunden zu Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen führen. Sehr fettreiche Mahlzeiten können bei empfindlichen Tieren außerdem die Bauchspeicheldrüse belasten.
Auch Marinaden und Gewürzmischungen sind problematisch. Zutaten wie Zwiebeln oder Knoblauch können für Hunde schädlich sein. Stark gesalzene oder scharfe Speisen sind ebenfalls ungeeignet.
Nicht nur das Essen selbst kann gefährlich werden. Auch Holz- oder Metallspieße, Maiskolben, Alufolie und Fleischverpackungen sollten für Hunde unerreichbar bleiben.
Werden solche Fremdkörper verschluckt, können sie im Magen oder Darm stecken bleiben und im schlimmsten Fall einen Darmverschluss oder Verletzungen verursachen.
Hat Ihr Hund einen Knochen oder andere Grillreste erwischt, beobachten Sie ihn aufmerksam. Versuchen Sie nicht selbstständig, Erbrechen auszulösen, da scharfkantige Fremdkörper dabei zusätzliche Verletzungen verursachen können.
Bei Unsicherheit sollten Sie eine Tierarztpraxis kontaktieren und möglichst genau angeben, was Ihr Hund gefressen hat, wie viel davon und wann es passiert ist.
Tierärztliche Hilfe ist besonders wichtig, wenn Ihr Hund nach dem Fressen folgende Symptome zeigt:
Bei deutlichen Beschwerden oder einem verschluckten Grillspieß beziehungsweise größeren Fremdkörper sollten Sie nicht abwarten.
Wenn Ihr Hund beim Grillabend etwas Besonderes bekommen soll, greifen Sie lieber auf einen bekannten und gut verträglichen Hundesnack zurück.
Auch ein kleines Stück ungewürztes, für den Hund geeignetes Futter ist die bessere Wahl als marinierte Fleischreste oder Knochen vom Grill.
Gegarte Knochen, fettige Speisen, gewürztes Grillgut und Grillabfälle können für Hunde gesundheitliche Risiken darstellen. Am besten werden Reste direkt entsorgt und außerhalb der Reichweite des Hundes aufbewahrt.
Hat Ihr Hund dennoch Knochen, einen Grillspieß oder ungeeignete Grillreste gefressen oder zeigt anschließend Beschwerden? Kontaktieren Sie die Tierarztpraxis Westeremstek und lassen Sie die Situation frühzeitig abklären.

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