Diese Seite verwendet Cookies

Wenn Sie auf "Alle Cookies akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu, um die Navigation auf der Webseite zu verbessern, die Nutzung der Webseite zu analysieren und unsere Marketingaktivitäten zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.

Hasenpest (Tularämie) beim Hund: Was Halter jetzt wissen müssen

Hunde
Vorsorge
Frühling
Haltung

Der Frühling bringt viele schöne Dinge – blühende Natur, sonnige Spaziergänge und frische Luft. Doch gleichzeitig steigt auch das Risiko für Erkrankungen, die in der warmen Jahreszeit wieder häufiger auftreten. Eine davon ist die Hasenpest, medizinisch Tularämie genannt. Diese Infektionskrankheit kann für Hunde und Menschen gefährlich werden und erfordert Aufmerksamkeit und Prävention. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Hasenpest ist, wie Hunde sich anstecken können, welche Symptome auftreten und wie Sie sich und Ihren Hund schützen.

Was ist Hasenpest (Tularämie)?

Die Hasenpest wird durch das Bakterium Francisella tularensis verursacht. Es handelt sich um eine sehr ansteckende Tierseuche, die in vielen Wildtierpopulationen vorkommt – insbesondere bei Feldhasen, Kaninchen, Mäusen und anderen Kleinsäugern.

Das Besondere: Die Krankheit ist nicht auf Tiere beschränkt – auch Menschen können sich anstecken (Zoonose). Für Hundebesitzer ist es deshalb wichtig zu wissen, wie das Risiko minimiert werden kann.

Wie infizieren sich Hunde?

Hunde stecken sich am häufigsten an durch:

  • Kontakt mit erkrankten Wildtieren (etwa Hasen, Kaninchen, Nagetiere)
  • Bisse oder Kratzer durch infizierte Kleinsäuger
  • Zeckenstiche oder Mückenstiche
  • Aufnehmen von verunreinigtem Wasser oder rohem Fleisch

Besonders Freilauf- und Jagdhunde, die aktiv Beute jagen oder längere Zeit in waldigen, feuchten Gebieten unterwegs sind, haben ein erhöhtes Risiko.

Symptome der Hasenpest beim Hund

Die Anzeichen von Tularämie sind vielseitig und oft unspezifisch. Sie können schleichend beginnen oder schnell fortschreiten. Häufige Symptome sind:

  • Fieber
  • Mattigkeit, Appetitlosigkeit
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Atembeschwerden
  • Husten
  • Gelenk- oder Muskelschmerzen
  • Hautentzündungen, Wunden oder Eiterungsprozesse
  • Durchfall oder Erbrechen

Da diese Symptome auch bei vielen anderen Krankheiten auftreten können, ist eine tierärztliche Abklärung unbedingt erforderlich – besonders, wenn Risikokontakte vermutet werden.

Warum ein tierärztlicher Check wichtig ist

Tularämie kann unbehandelt einen schweren Verlauf nehmen und das Immunsystem sowie innere Organe stark belasten. Eine frühzeitige Diagnose durch Blutuntersuchungen, Abstriche oder bildgebende Verfahren ist entscheidend, um die richtige Behandlung einzuleiten.

In der Tierarztpraxis Westeremstek führen wir gezielte Diagnostik durch, unterstützen mit passenden Antibiotikatherapien und beraten Sie zu allen Vorsorge- und Schutzmaßnahmen.

Wie Sie Ihr Tier schützen – praktische Tipps für Hundehalter

1. Zeckenschutz konsequent anwenden

Zecken sind direkte Überträger von Krankheitserregern. Ein zuverlässiges Spot-on, Halsband oder orale Präparate verringern das Risiko deutlich.

2. Beuteverhalten kontrollieren

Achten Sie beim Spaziergang darauf, dass Ihr Hund keine Kleinsäuger jagt oder frisst – insbesondere Feldhasen, Kaninchen oder Mäuse.

3. Wasserqualität beachten

Lassen Sie Ihren Hund nicht aus stehenden Tümpeln oder unbekannten Wasserquellen trinken, da diese kontaminiert sein können.

4. Hygiene nach Ausflügen

Waschen Sie Pfoten und Fell nach Ausflügen in der freien Natur ab und kontrollieren Sie Hautstellen – so reduzieren Sie Infektionsrisiken.

5. Fellpflege & Bewegung

Regelmäßige Fellpflege hilft, Parasiten schneller zu entdecken. Gleichzeitig stärkt angepasste Bewegung das Immunsystem.

Wann sollten Sie unbedingt zum Tierarzt?

Wenn Ihr Hund plötzlich:

  • Appetitlos ist
  • Fieber hat
  • ungewöhnlich müde wirkt
  • Atemprobleme zeigt
  • Schmerzen oder Schwellungen hat
  • Hautveränderungen aufweist

… dann vereinbaren Sie bitte umgehend einen Termin in unserer Praxis. Besonders bei Verdacht auf Kontakt mit Wildtieren sollte der Check zügig erfolgen.

Fazit: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Die Hasenpest ist eine ernstzunehmende Infektion, die über Zecken oder Kontakt mit Wildtieren übertragen werden kann. Mit einem bewussten Verhalten im Freien, konsequentem Parasiten­schutz und einem tierärztlichen Check bei Verdacht schützen Sie Ihren Hund und sich selbst.

Sie haben Fragen oder möchten Ihr Tier vorsorglich untersuchen lassen?
Vereinbaren Sie gerne einen Termin – wir beraten Sie individuell und kompetent.

Weitere Blogartikel

Großtiere

Biosicherheitsmaßnahmen in der Schweinehaltung

Das niedersächsische Biosicherheitskonzept beinhaltet den dreistufigen Biosicherheitsleitfaden, die jeweiligen Checklisten, sowie den Biosicherheitsmanagementplan. In diesem Artikel finden Sie alle Infos dazu.

Mehr lesen →
Kleintiere

Senioren auf vier Pfoten: Warum Alter keine Krankheit ist – und wie Sie den Alltag Ihres Tieres erleichtern

Wenn Hunde, Katzen oder Kleintiere älter werden, hören Tierhalter oft Sätze wie: „Das ist eben das Alter.“ Doch genau hier liegt ein großes Missverständnis. Alter ist keine Krankheit, sondern eine Lebensphase – und viele Beschwerden, die als „normal“ abgetan werden, sind gut behandelbar. Mit der richtigen Aufmerksamkeit, kleinen Anpassungen im Alltag und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung können ältere Tiere noch viele Jahre Lebensqualität genießen. In diesem Beitrag zeigen wir, worauf Sie achten sollten und wie Sie Ihr Tier im Alter bestmöglich unterstützen.

Mehr lesen →
Kleintiere

Knoten unter der Haut nicht unterschätzen – Hundegesundheit

Ein kleiner Knoten unter der Haut Ihres Haustieres mag harmlos wirken, doch er sollte nicht unbeachtet bleiben. Viele Besitzer entdecken beim Streicheln oder Pflegen ihres Tieres plötzlich eine Verhärtung, die vorher nicht da war. Was steckt dahinter? Und wann ist ein Tierarztbesuch notwendig?

Mehr lesen →
Kleintiere

Herbstzeit und Hundegesundheit: Worauf Sie jetzt achten sollten

Der Herbst bringt buntes Laub, kühlere Temperaturen und gemütliche Spaziergänge mit sich – doch für Hunde birgt er auch gesundheitliche Risiken. Feuchtigkeit, wechselhaftes Wetter und bestimmte Parasiten können das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners beeinträchtigen. Damit Ihr Hund gesund durch die Herbstzeit kommt, haben wir die wichtigsten Erkrankungen und Vorsorgemaßnahmen für Sie zusammengestellt.

Mehr lesen →
Katze hebt die Pfote Tierarztpraxis Westeremstek

Termin vereinbaren

Schnell und unkompliziert zum Behandlungstermin für Ihr Tier.

Jetzt Termin vereinbaren
Link arrow